Thema: GüKG / Allgemeine Informationen



Das Gesetz zur Reform des Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG) trat am 1. Juli 1998 in Kraft.

Dieses GüKG ist eine Reaktion auf europäische Entwicklungen, die durch Urteil des Europäischen
Gerichtshofs vom Mai 1985 ausgelöst wurden. Mit dem letzten Schritt der Deregulierung der
europäischen Verkehrsmärkte, nämlich der Freigabe der Kabotage an Transportunternehmen aus
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes, wurde auch die
Anpassung der deutschen Marktordnung an europäisches Recht erforderlich, um das deutsche
Güterkraftverkehrsgewerbe konkurrenzfähig zu halten.

Das neue GüKG ist stark abgespeckt. Die wichtigsten Änderungen sind:

- Wegfall der Unterscheidung zwischen Güternah- und -fernverkehr sowie Umzugsverkehr und Wegfall
  der Regelungen über die Nahzone, Standorte und Ortsmittelpunkte.

- Wegfall der Kontingentierung im Güterfernverkehr

- Wesentliche Reduzierung der Ausnahmen von den Vorschriften des GüKG

- Anpassung der GüKG-Eingangsschwelle an die europäische Norm (3,5 t zulässiges Gesamtgewicht
  / zGG)

- Führung einer Werkverkehrs-Unternehmerdatei

- Wegfall der EU-Kabotagegenehmigung

- Wegfall der Pflicht zur Führung von Fahrtenbüchern

- Erteilung einer Güterkraftverkehrserlaubnis bei Erfüllung der subjektiven Berufszugangs-
  voraussetzungen

Hinweis:
Das GüKG ist definiert als die geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit
Kraftfahrzeugen, die einschließlich Anhänger ein höheres zGG als 3,5 t haben. Die Unterscheidung
zwischen PKW (bisher freigestellt) und LKW entfällt.

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